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Alternative zu Backpapier – der Umwelt zuliebe

Es gibt gleich mehrere Gründe, sich nach einer Alternative zu Backpapier umzuschauen. Zum einen kann es natürlich vorkommen, dass dir das Backpapier einfach ausgegangen ist und spontan Ersatz gefragt ist. Zum anderen steigen immer mehr Haushalte auf eine nachhaltige Variante um, die nicht nach einmaligem Gebrauch im Müll landet. Doch was genau eignet sich alles als Backpapier Ersatz?
Besonderheiten
  • Backpapier belastet die Umwelt
  • wenig nachhaltig ist Alufolie
  • Fett oder Öl reichen auch
  • einige Alternativen gesundheitsschädlich
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Aufgrund seiner Beschichtung belastet Backpapier die Umwelt, da es nicht recycelt werden kann.
  • Es gibt inzwischen zahlreiche Alternativen, die sich anstelle von Backpapier anbieten. Doch auch hier sind nicht alle zwangsläufig auch nachhaltig.
  • Einige Varianten des Backpapier Ersatzes sind sogar schädlich für die eigene Gesundheit.

Wie oft kann man Backpapier verwenden?

Die Wiederverwendbarkeit von Backpapier hängt maßgeblich von der Qualität des Papiers, der Art der Beschichtung und auch der Verschmutzung, Backdauer und Ofentemperatur ab. Für die Beschichtung sind sowohl Silikon als auch Quilon möglich. Ersteres hält länger, ist aber auch schädlicher für die Umwelt, Quilon ist praktisch nur rund zwei Mal nutzbar.

So oder so: Die Wiederverwendbarkeit ist begrenzt und über kurz oder lang muss auch ein hochwertiges Backpapier in den Müll, wo sich die Entsorgung als nicht unbedingt umweltfreundlich gestaltet.

Alternativen zu Backpapier – wie gut sind sie wirklich?

Es gibt zahlreiche Alternativen, die wesentlich nachhaltiger sind, da du sie mehrere Hundert Mal nutzen kannst. Allerdings stehen auch hier einige Varianten in der Kritik, da die Herstellung oder Entsorgung als problematisch gelten oder auch eine ernstzunehmende Gefahr für die eigene Gesundheit besteht.

Backfolien mit Teflon-Beschichtung

Es gibt spezielle Backfolien aus Glasfaser, die mit einer Teflon-Beschichtung versehen sind. Da du diese Folien bis zu 1.000 Mal wiederverwenden kannst, gelten sie als wahrer Geheimtipp. Die Nutzung ist bis rund 200°C absolut unbedenklich, laut einiger Studien entwickeln sich ab ca. 230°C jedoch giftige Dämpfe. Auch die Entsorgung ist nicht ganz unproblematisch, da bei der Entsorgung über den Restmüll bei der Verbrennung hochgiftige Gase entstehen. Die Verbraucherzentrale ist damit im Gegensatz zu vielen NutzerInnen nicht von diesen Matten überzeugt.

Silikon-Backmatten als Ersatz für Backpapier

Silikon hat sich in der Küche schon in vielen Fällen als praktisch erwiesen. Gerade beim Backen nutzen inzwischen viele Menschen Silikonformen, z. B. für Muffins, die wiederverwertbar und leicht zu reinigen sind. Schließlich reichen hier Spülmittel und Wasser aus. Gleiches gilt auch für die Backmatten, die man einfach anstelle des Backpapiers auf das Blech legt. Spezielle Noppenmatten sollen dabei eine besonders gesunde und fettarme Ernährung ermöglichen.

Doch auch hier gibt es Probleme bei der Entsorgung. Matten minderer Qualität sind zudem gesundheitsschädlich. Diese erkennst du oft allerdings schon an ihrem unangenehmen Geruch.

Praktisch sind die Matten aber dennoch, da du sie direkt auch als Unterlage zum Kneten, Ausrollen oder dem Ausstechen nutzen kannst und sich so keine Teigreste auf der Arbeitsplatte festsetzen.

Alufolie im Backofen nutzen

Gleich vorneweg: Alufolie stellt keine gute Alternative zu Backpapier dar. Der Herstellungsprozess benötigt nicht nur seltene Rohstoffe, sondern auch jede Menge Energie. Die Folie nutzt man in der Regel auch nur ein Mal und bei basischen, sauren oder auch Lebensmitteln, die sehr salzhaltig sind, können sich kleinste Partikel lösen und direkt in das Essen gelangen.

Die klassische Variante: Das Backblech einfetten

Eine besonders einfache und zugleich nachhaltige Variante ist wohl das einfache Einfetten des Backbleches. Dazu brauchst du nicht mal Butter im Haus zu haben. Das Prinzip funktioniert auch mit Kokosfett, Rapsöl und veganen Fetten. Das Prinzip funktioniert bei Backblechen aus Glas, an denen nichts anhaftet, im Prinzip für alle Lebensmittel gleichermaßen.

Bei klassischen Backblechen kann es passieren, dass der Teig trotzdem unschön am Blech kleben bleibt. Hier kannst du mit Folgendem gegensteuern: Bestreue das Fett nach dem flächigen Verteilen einfach mit etwas Mehl, gemahlenen Nüssen oder auch Grieß. Der fertig gebackene Teig wird sich dann noch leichter vom Blech lösen.

Butterbrotpapier als Alternative zu Backpapier

Butterbrotpapier erzeugt zwar auch etwas Müll, ist in der Entsorgung allerdings wesentlich unproblematischer als Backpapier, da es nicht beschichtet ist. Das bedeutet für dich allerdings auch, dass du das Papier vor der Verwendung im Ofen mit etwas Fett oder Öl bestreichen solltest. Hier gibt es inzwischen sogar mit dem Bundespreis Ecodesign 2018 ausgezeichnete Alternativen, die vollständig kompostierbar sind.

Oblaten – nicht nur für das Weihnachtsgebäck

Im Prinzip kannst du jedes kleinere Gebäckteil auf einer Oblate ausbacken. Die kleinen Scheiben sind geschmacksneutral, haften nicht am Blech und eignen sich hervorragend als Backpapier Ersatz.

Pizzasteine aus Ton – fast wie im Steinofen

Speziell für Pizza, Brot und Brötchen geeignet sind Pizzasteine aus Schamottstein. Dieses natürliche Tonmaterial verträgt auch höhere Temperaturen problemlos und ist garantiert unschädlich für die Gesundheit. Die Pizza kannst du hier direkt auf dem heißen Stein ausbacken. Wenngleich du diesen nach der Nutzung nicht abwaschen kannst: Die Patina, die sich im Lauf der Zeit bildet, ist unbedenklich und schränkt auch die Nutzung nicht ein.

Am einfachsten ist eine gute Antihaftbeschichtung

Wie auch bei Töpfen gibt es inzwischen Backbleche, die über eine hervorragende Antihaftbeschichtung verfügen. Hier braucht es für viele Lebensmittel wie z. B. für Kekse oder Pizza gar kein Fett mehr. Gleiches gilt im Übrigen auch für Backbleche aus hitzebeständigem Glas. Diese verfügen über eine besonders glatte Oberfläche, an der ebenfalls kaum etwas haften bleibt.

Weiterführende Links

NDR Markt hat Alternativen zu Backpapier getestet. Wie gut sie sind, erfährst du in diesem Video:

Wie du neben Backpapier weiteren Müll in der Küche vermeiden kannst, zeigt dir dieses Video:

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