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Backform einfetten – Was verbirgt sich hinter dem alten Haushaltstrick?

Noch lange bevor Lifehacks über Plattformen wie Youtube und Twitter verbreitet wurden, wusste jeder erfahrene Kuchenbäcker: Die Backform wird immer eingefettet. Wer das Einfetten schon einmal vergessen hat, der kennt die Misere des bröckelnden Kuchens, der aus der Form geschnitten werden muss und schlimmstenfalls ganz zusammenbricht. Wir stellen Dir deshalb das 1 x 1 des Einfettens vor, damit Kuchen und andere Leckereien immer gelingen.
Besonderheiten
  • Gründlich vorgehen!
  • Öl ist nicht geeignet
  • Margarine, Schmalz oder Butter
  • Streichpinsel, Küchenrolle oder Hände
Das Wichtigste zusammengefasst
  • Nur feste Backformen aus Metall oder Aluminium müssen eingefettet werden. Flexible Formen aus Silikon sind eine fettfreie Alternative zur klassischen Backform und brauchen keine zusätzliche Fettbeschichtung.
  • Beim Einfetten musst Du sehr gründlich vorgehen: Bleibt eine Stelle trocken, backt der Teig dort leicht an und lässt sich nur mit einem Messer vom Rahmen lösen.
  • Ist der Teig besonders hartnäckig und klebrig, versuche die Form beim nächsten Mal zusätzlich zum Einfetten auch zu mehlen. Bei schokoladigen Backwaren kannst Du stattdessen Kakaopulver nutzen. Bleibt der Teig dennoch kleben, hilft nur das Zuschneiden und Auslegen von Backpapier.

So bekommst Du Deinen Kuchen unbeschädigt aus der Form

Es gibt verschiedene Methoden, um Teigwaren nach dem Backen am Stück aus ihrer Form zu bekommen. Das Einfetten ist eine der sichersten und am wenigsten aufwendigen Methoden. Manche Teigsorten sind aber besonders klebefreudig und benötigen deshalb eine Sonderbehandlung. Welche Vor- und Nachteile die einzelnen Methoden mit sich bringen, zeigt eine kurze Tabelle:

Fetten, mehlen, hebeln: Lösungsmethoden für Formgebäck im Überblick

MethodeDetails
Einfetten
  • Mit Schmalz, vegetarisch (Butter) oder vegan (Margarine).
  • Je klebriger der Teig, desto dicker sollte die Fettschicht sein.
  • Kein Öl benutzen: Bildet harte Krusten, die sich schwer lösen lassen.
Einfetten und mehlen
  • Für einen starken Anti-Haftungs-Effekt kannst Du den Innenraum der Form nach dem Einfetten mit Mehl bedecken.
  • Damit keine Mehlflecken auf dunklen Kuchenböden zu sehen ist, kannst Du stattdessen feines Kakaopulver zum Einmehlen nutzen.
  • Mehl nach Möglichkeit auch auf den Innenseiten der Ränder verteilen.
Silikonformen
  • Silikon verändert beim Backen nicht seine Form und bleibt trotzdem flexibel.
  • Muffins oder Kuchen kannst Du nach dem Abkühlen vorsichtig aus der Form drücken.
  • Für fettfreies Backen.
Backpapier
  • Nutze Muffin-Papierchen oder schneide Backpapier zurecht.
  • Nicht für jede Backform geeignet (zum Beispiel für Gugelhupfformen).
  • Kein zusätzliches Einfetten nötig (hinterlässt Flecken auf dem Papier).
  • Knicke im Papier sind auch im Kuchen zu sehen.

Womit können Backformen eingefettet werden?

  • Öl: Bildet bei hohen Temperaturen eine harte Schicht. Das Öl erreicht auch feine Ecken, wegen der flüssigen Konsistenz verläuft die Ölschicht allerdings schnell und bildet „Pfützen“ in den Ecken.
  • Schmalz: Besteht aus Tierfett, starker Geschmacksträger.
  • Butter: Die vegetarische Standard-Variante zum Einfetten mit typischem Eigengeschmack. Zum Backen bieten viele Hersteller flüssige Butter zum Backen an.
  • Margarine: Rein pflanzlich (vegan) und kaum Eigengeschmack.
  • Backspray: Backfett zum Aufsprühen, lohnt sich für Hobbybäcker, die große Mengen in kurzer Zeit backen möchten.

Materialien zum Einmehlen/Ausbröseln

  • Mehl
  • Grieß
  • Kakaopulver (für dunklen Teig)
  • Gemahlene Nüsse/Kokos (geschmacksintensiv)
  • Paniermehl
  • Haferflocken

Wie fettet man Backformen richtig ein?

Beim Einfetten von Backformen soll eine möglichst dünne, aber gleichmäßige Schicht aus Fett Form und Teig voneinander trennen. Solange Du darauf achtest, dass der Innenraum der Backform vollständig mit Fett bedeckt ist, kannst Du kaum etwas falsch machen, außer vielleicht ein paar Fettflecken in der Küche verursachen. Zum Einfetten kannst Du einen Backpinsel, Küchenkrepp/Küchenpapier, einen sauberen Schwamm oder die bloßen Hände benutzen. So gelingt das Einfetten garantiert:

  • Backpinsel mit Silikonborsten sind leicht zu reinigen (oft auch spülmaschinenfest) und die Hände bleiben garantiert sauber.
  • Lasse Butter und Margarine bei Zimmertemperatur anwärmen, bevor Du das Fett aufträgst.
  • Achte darauf, dass die Form komplett sauber ist.
  • Boden und Rahmen der Springform lassen sich getrennt leichter einfetten.
  • Nach dem Zusammensetzen solltest Du die Verbindungsnut noch einmal zusätzlich mit Fett beschichten.
  • Ist die gesamte Form eingefettet und tropft nichts herunter, kannst Du mit dem Einmehlen beginnen oder den Teig einfüllen.
  • Fette den Rand am besten komplett ein – die meisten Teigmischungen gehen im Ofen hoch.

Alternativen zum Einfetten

Nur feste Formen aus Metall, Aluminium oder Keramik müssen eingefettet werden. Das gilt auch für „flexible“ Springformen – beim Aufklappen könnte Dein Kuchen sonst Risse bekommen. Wenn Du „fettfrei“ backen möchtest, nutze eine flexible Form aus Silikon. Das Material ist hitzebeständig und spülmaschinenfest; die meisten Teigmischungen bleiben hier nicht kleben.

Welcher Teig bleibt in der Backform kleben?

Je mehr Zucker im Teig enthalten ist, desto schneller klebt er beim Backen an der Form fest. Auch ein hoher Eiweiß-Anteil kann zum festen Anbacken führen. Außerdem spielt die Konsistenz des Teigs eine Rolle: Flüssiger Teig verbindet sich schneller mit dem Material der Form als eine feste Teigkugel (zum Beispiel für Brot). Um sicherzugehen, dass nichts anbackt und Kuchen, Muffins oder andere Backwaren unbeschadet aus dem Ofen kommen, gehe beim Einfetten möglichst gründlich vor und mehle die Fettschicht zusätzlich ein.

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